Rückblick:
OSTglut - Atelier für Nachwendegeschichten
im Haus der Statistik im April 2023
es geht um Empathie für ostdeutsche Biografien














Die Entsrüstung darüber, dass ostdeutsche Sichtweisen in Politik, Medien und Geschichtsschreibung kaum eine Rolle spielen, bewog Katja Tannert, sich anhand von Interviews mit den (Held*innen-)Geschichten ihrer Familie auseinanderzusetzen. Die sieben Biographien machen die tiefen Einschnitte während und nach der Wende nachvollziehbar.
In den Archetypen für Ostbiografien möchte die „Ostivistin“ die Wandlungsfähigkeit und Resilienz während der Wende, aber auch vorher erworbene Kompetenzen wie Improvisations- und Reflexionsfähigkeit ans Licht bringen. Als Gegenpol zum gängigen Narrativ von „Gewinnern“, „Verlieren“ und einer schlichten „Systemanpassung“ soll das Projekt mit einem lebendigen Geschichtsraum Interesse für Ostbiografien wecken, einen empathischen, differenzierten Umgang mit ihnen anstoßen und über die Ausstellung fortgesetzt werden. Gerade während ein „Zukunftszentrum Deutsche Einheit“ geplant wird, ist ein ostdeutscher Blick auf die (Nach-)Wendezeit dringend nötig!
AB 16. APRIL TÄGLICH VON 12 BIS 20 UHR
OTTO-BRAUN-STR. 70–72, 10178 BERLIN IM HANGAR OTTO AM HAUS DER STATISTIK
VERNISSAGE: 15. APRIL, 18 UHR – FINISSAGE: 22. APRIL, 15 UHR
JEWEILS MIT LIVE-PERFORMANCES VON KATJA TANNERT